Wenns summt und brummt - von A wie Ameise bis Z wie Zecke

Wie das berühmte gallische Dorf trotzte Kallmünz den Unwettern und blieb vom Regen verschont. So erlebten die Kinder und Väter wieder einmal ein heißes Vater-Kind-Zeltlager an der Naab. 57 Kinder und 29 Väter verbrachten vom 07. bis 09. Juli 2017 auf dem Zeltplatz Zaar bei Kallmünz erlebnisreiche Tage in herrlichster Natur.

 

Das Vater-Kind-Zeltlager gehört zweifelsohne zum Highlight im Programm des Kolping-Erwachsenenbildungswerkes. Das Geheimnis: Kinder und Väter haben ein ganzes Wochenende lang die Gelegenheit viel Zeit miteinander zu verbringen. Dabei genießen es die Kinder sehr, ihren Papa mal ganz für sich zu haben. Auch die Väter schätzen die unbeschwerten Stunden, die sie mit ihren Kindern verbringen dürfen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein und mit bester Laune reisten bereits am frühen Nachmittag die ersten Camper an, um dann ihre Behausungen aufzubauen. Und wieder waren einige dabei, für die es das erste Mal war, in einem Zelt zu übernachten. Aber alle haben das Abenteuer souverän gemeistert.

Der Start des Zeltlagers verlief dieses Mal etwas anders als sonst: Auto auspacken, Zelt aufbauen, Badehose an und ab in das kühle Nass der Naab. Der Badespaß wurde nur kurz vom Abendessen und einer kleinen Begrüßungsrunde unterbrochen. Natürlich wurde, so wie es sich für ein Zeltlager gehört, das Kolpingbanner gehisst. Damit war das Va-Ki-Zela 2017 offiziell eröffnet. Sofort nach der offiziellen Begrüßung genossen die Camper wieder die Abkühlung im Wasser.

Endlich, als die Sonne schon fast verschwunden war, wurde das heißersehnte Lagerfeuer entzündet. Die Gruselgeschichten, die Sebastian Wurmi Wurmdobler mit viel Dramaturgie erzählte, sorgten dabei für eine besondere Atmosphäre am Lagerfeuer. Doch die nimmersatten Naturliebhaber hielten sich nicht lange mit dem Gruseln auf. Sie grillten lieber knusprige Knacker und rösches Stockbrot über dem Feuer.

Auch wenn man den einen oder anderen Vater über den ganzen Zeltplatz schnarchen hörte, verbrachten die müden Camper eine erholsame Nacht in ihren Zelten. Bereits um fünf Uhr morgens krabbelten die ersten Kinder wieder aus ihren Zelten und warteten auf das Frühstück. Schon in aller Frühe erhitzte die Sonne mit aller Macht den Zeltplatz. Doch Gestärkt mit dem Frühstück, trotzten die Abenteurer der Hitze. Denn schließlich war wieder Mal handwerkliches Geschick gefragt. Der Bau eines Insektenhotels stand heuer auf dem Programm. Alexander Pöppl vom Bund Naturschutz Beratzhausen war dabei der Bauleiter. Er brachte den Kindern und Vätern die Welt der Insekten ein Stück näher. Auch wenn wir diese Tiere in Nützlinge und Schädlinge einteilen, ist es dennoch wichtig jedes Geschöpf zu achten. Weil dem so ist, machten sich die Camper ans Werk und zimmerten den ganzen Tag über an den Behausungen für die Insekten im heimischen Garten. Natürlich blieb auch genügend Zeit zum Toben, Spielen und Schwimmen.

Nach dem Abendessen - es gab die legendären Wurmi-Burger - wurde der erlebnisreiche Vater-Kind-Tag mit einem ergreifenden Gottesdienst, den Diözesanpräses Stefan Wissel zusammen mit den Kindern und Vätern zum Thema „Heimat“ feierte, abgerundet. Mit Einbruch der Dämmerung wurde wieder das Lagerfeuer entzündet. Mit Stockbrot, Knackern und mit guter Laune verweilten die müden und zufriedenen Camper in gemütlicher Runde am Lagerfeuer.

Der Sonntag stand dann ganz unter dem Zeichen des Abbauens. Doch bevor die Taschen wieder gepackt wurden, die Zelte abgebaut und die Autos beladen wurden, sprangen die Väter und Kinder erst einmal in die Naab um sich ausgiebig zu erfrischen.

Wieder einmal hat sich gezeigt, wie sehr es den Kindern gut tat, ihren Papa mal ganz für sich zu haben. Durch das gemeinsame Zelten, Basteln und Spielen und aufgrund der geselligen Runde am Lagerfeuer gab es viele Gelegenheiten die Vater-Kind-Beziehung zu stärken.

Dass dieses Vater-Kind-Zeltlager so ein tolles Erlebnis wurde, ist besonders dem ehrenamtlichen Engagement der Familie Hofmaier aus der Kolpingsfamilie Au, der Familie Schmid vom Familienkreis aus Irlbach und der Familie Pautz aus der Kolpingsfamilie Schierling zu verdanken. Dafür ein herzliches Vergelt‘s Gott im Namen aller, die der Hitze trotzten. Ein besonderer Dank gilt auch dem Platzwart Rupert Biersack für seine Gastfreundschaft und der Kolpingsfamilie Hemau für das Zeltlagermaterial. Ohne deren Unterstützung könnten wir nie so ein Zeltlager in dieser Größe organisieren und durchführen.

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