Von der Holzwerkstatt in die Klangwerkstatt
Ein klasse Erlebnis war wieder einmal das Vater-Kind-Zeltlager. 44 Kinder und Jugendliche und 28 Väter genossen vom 03. bis 05. Juli 2026 auf dem Zeltplatz Zaar bei Kallmünz unbeschwerte Momente in herrlichster Natur. Das Vater-Kind-Zeltlager gehört zweifelsohne zum Highlight im Programm des Kolping-Erwachsenenbildungswerkes.
Das Geheimnis: Kinder und Väter können ein ganzes Wochenende lang viel Zeit miteinander verbringen ohne dabei an die Sorgen des Alltags denken zu müssen. Dabei genießen es die Kinder sehr, ihren Papa mal ganz für sich zu haben. Auch die Väter schätzen die unbeschwerten Stunden, die sie mit ihren Kindern verbringen dürfen.
Bei bestem Wetter reisten die Camper:innen an, bauten ihre Zelte auf freuten sich, alte Bekannte wiederzusehen und neue Familien kennenzulernen. Nach dem Abendessen mit Begrüßung wanderten die Väter mit ihren Kindern zur Burg bei Kallmünz hinauf. Dort bot sich eine herrliche Sicht über den Ort mit der schönen Landschaft und dem Flusslauf der Naab.
Während der Wanderung wurde am Zeltplatz das heißersehnte Lagerfeuer entzündet. Während das Lagerfeuer knisterte, hielten die Camper:innen Stockbrot und Knacker über das Feuer. Mit guten Gesprächen und Schwelgen in Erinnerungen verweilten die Väter und Kinder bis spät in die Nacht hinein am Lagerfeuer.
Auch wenn man den einen oder anderen Vater über den ganzen Zeltplatz schnarchen hörte, verbrachten die müden Camper eine ungewohnt kalte und dennoch erholsame Nacht in ihren Zelten. Nach einem gemütlichen Frühstück wurde wieder einmal der Zeltplatz in eine Holzwerkstatt verwandelt.
Dieses Mal durfte jede Familie ein besonderes Instrument, nämlich eine Cajon, bauen. Leimen, schrauben, hämmern, schleifen und verzieren waren dabei die ToDo’s. Das handwerkliche Treiben wurde nur von einem Sprung in die Naab und vom Mittagessen unterbrochen.
Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz. Einige nutzten die freie Zeit für ein kleines Schläfchen, andere fläzten in ihrem selbstgebauten Schwedenstuhl oder hatten viel Spaß mit dem Leitergolf, beim Cornhole, mit dem Wikinger-Schach, beim Dachrinnen-Spiel, mit dem Kletterpfad, mit dem Maxi-Bamboleo, … Es war schön zu erleben, wie sehr den Familien dieses Miteinander guttat.
Selbstverständlich stand auch eine Jam-Saison auf dem Programm. Mit den selbstgebauten Cajons ließen die Musikant:innen verschiedene Rhythmen erklingen. Ein beeindruckender Sound erfüllte dabei den Zeltplatz.
Nach dem Abendessen wurde der erlebnisreiche Vater-Kind-Tag mit einem stimmungsvollen Gottesdienst am Lagerfeuer, den Präses KD wahrscheinlich zum letzten Mal mit uns feierte, abgerundet. Natürlich kamen beim Singen der Lieder auch die selbstgebauten Cajons wieder zum Einsatz.
Mit Einbruch der Dämmerung wurde wieder das Lagerfeuer entzündet. Mit Stockbrot, Knackern und dieses Mal auch mit Live-Musik und Gesang verweilten die müden und zufriedenen Camperinnen und Camper in gemütlicher Runde am Lagerfeuer.
Der Sonntag stand dann ganz unter dem Zeichen des Abbauens. Da alles trocken blieb und nichts eilte, ging der Abbau dieses Mal ganz gemütlich von statten. So blieb noch Zeit zum Spielen und zum Baden.
Wieder einmal hat sich gezeigt, wie sehr es den Kindern guttut, ihren Papa mal ganz für sich zu haben. Durch das gemeinsame Zelten, Bauen und Spielen und aufgrund der geselligen Runden am Lagerfeuer gab es viele Gelegenheiten die Vater-Kind-Beziehung zu stärken.
Dass dieses Vater-Kind-Zeltlager wieder so ein tolles Erlebnis wurde, ist besonders dem ehrenamtlichen Engagement von Mario und Stefan Auburger aus Wenzenbach zu verdanken. Beide haben vor, nach und während des Zeltlagers viel Zeit und Hirnschmalz investiert.
Der Familie Ziegltrum aus der Kolpingsfamilie Au ist es zu verdanken, dass wir an beiden Abenden an einem großen Lagerfeuer verweilen konnten und genügend Feuerholz zum Nachschürren zur Verfügung hatten. Ein Danke auch an Michael Wallner, der beim Gottesdienst unseren Gesang mit seiner Gitarre musikalisch begleitete und am Lagerfeuer für Stimmung sorgte.
Ein besonderer Dank gilt allen, die während des Zeltlagers immer wieder tatkräftig mit angepackt haben – sei es beim Kochen, Abspülen, Herrichten, Wegräumen, Aufbauen, Abbauen, … Danke auch an den Landkreis Regensburg mit seinem Jugendamt für die zur Verfügungstellung des Zeltplatzes und dafür, dass wir jedes Jahr zu Gast sein dürfen.
Euch allen ein herzliches Vergelt‘s Gott im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ohne eure Unterstützung könnten wir vom KEBW nie so ein Zeltlager in dieser Größe organisieren und durchführen.
Bericht und Bilder: Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg e.V.
