Zusammenhalt wichtig für unser Leben

Liebe Kolpingfreunde,

Juni und Juli sind die beiden Monate, in denen in diesem Jahr die Europameisterschaft im Fußball unser Leben beschäftigt. Jeder wünscht, dass seine Nationalmannschaft die Trophäe in den Händen hält.

Wir sehen immer wieder begeisternde Fußballspiele, aber auch solche bei denen wir sagen, die hätten sich einfach mehr anstrengen können. Oft stehen Spieler auf dem Platz, die sich mehr in ihren verdienten Millionen sonnen und glauben etwas Besseres zu sein.

Wir alle aber wissen: einer allein gewinnt niemals ein Fußballspiel. Hier ist Teamgeist ist gefragt. So kommt es nicht von ungefähr, wenn vermeidliche Underdogs weit über ihre physischen Kräfte hinauswachsen und die vermeintlichen Größen wie begossene Pudel dastehen lassen.

Was für den Fußball gilt, das gilt auch für unsere Kirche und für unser Vereinsleben. In der Kirche kann ein Pfarrer allein nichts ausrichten, wenn er sich nicht den Menschen zuwendet, mit ihnen sein Leben gestaltet, ja einer ist wie er oder wie es Papst Franziskus sagt: er muss den Stallgeruch der Schäfchen kennen.

Nur in der Verbundenheit mit- und untereinander werden wir alle als Christen etwas bewegen können. Die Gemeinschaft mit Jesus gibt uns die Kraft, dass wir uns unseren Mitmenschen zuwenden und ihnen Hoffnung, Kraft, Trost und Zuversicht schenken können. Vertrauen wir nur darauf. Jesus hat uns versprochen immer an unserer Seite zu sein. Das ist doch beruhigend.

Was in der Kirche gelingt, das sind auch die Voraussetzungen in unseren Kolpingsfamilien. Ein/e Vorsitzend/e allein wird sicherlich das Leben in einer Kolpingsfamilie nicht schaukeln können. Auch hier ist Zusammenhalt gefragt.

Eine/r allein steht auch hier auf einsamen Boden. Wenn jetzt nach der Pandemie unser Vereinsleben wieder schön langsam anläuft, müssen wir alle – ohne Ausnahme – zusammenhalten, dass in unseren Kolpingsfamilien diese Hoffnung und Zuversicht wächst, unser Vereinsleben wieder langsam hochzufahren. Nur in Gemeinschaft gelingt uns dies.

Auch hier hat uns Jesus seine Hilfe zugesagt. Vertraut auf ihn, so werden wir wieder zu der großen Einheit zusammenfinden, die wir vor der Corona-Pandemie waren. Dies ist die Voraussetzung, dass niemand auf der Strecke bleibt.

So wünsche ich Euch allen viel Hoffnung und Zuversicht, versucht die Ideale Kolpings wieder in unsere Gesellschaft zu tragen. Jesus gebe uns seinen Segen dazu.

Mit herzlichen Kolpinggrüßen
Karl-Dieter Schmidt, Diözesanpräses