Wir tun uns gut - Auszeit für uns!

Erholsames Paar-Wochenende vom 27. bis 29. April 2018
im Kolping-Ferienhaus Lambach. Fünf Paare gönnten sich eine Auszeit, um neue Impulse für die Paarbeziehung zu bekommen.


Es gibt Menschen bei denen wir unsere Beine und unsere Seele baumeln lassen können. Wir können einfach nur wir selbst sein, ohne Fassade, ohne Zweifel, manchmal sogar ohne Worte. Diese Menschen sind selten, hat man einen gefunden sollte man ihn festhalten. Diese Erfahrung tut uns gut. Oft nehmen wir sie in unserer Ehe, in unserer Beziehung für selbstverständlich. Vielleicht ist es aber auch einmal Zeit, innezuhalten und sich neu auf die Suche nacheinander zu machen. Genau dazu hat das KEBW mit seinem Paar-Wochenenden eingeladen.

 

Nach dem Abendessen um 18 Uhr fand eine erste Kennenlern-Runde statt. Jede Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer sollte einen kleine Zettel anheften, auf dem 5 charakteristische Wesenseigenschaften vermerkt waren, von denen eine falsch war. Diese musste im gegenseitigen Interview herausgefunden werden. In einer kurzen Plenumsrunde wurden Erwartungen an das Wochenende ausgetauscht. Mit dem Song „Mit 17 hat man noch Träume“ von Peggy March wurde die Rückerinnerung an den Beginn der Beziehung und die Entwicklung der gemeinsamen Liebesgeschichte eingeleitet. Diese Rückbesinnung wurde von jedem Paar mit Impulsfragen unterstützt besprochen und in einem Plakat als „Ehe-Baum“ dargestellt werden.

 

Eine Abschlussmeditation zu einer Baumscheibe beendete die Einheit. Den Paaren wurden kleine Baumscheiben als Erinnerung mitgegeben. Zettel mit Zitaten zum Thema Liebe, Ehe und Partnerschaft wurden am Boden ausgelegt und konnten das ganze Wochenende über ausgesucht und mitgenommen werden. Der erste Abend wurde dann in lockerem Kreis im Osserstüberl fortgesetzt.

 

Ein Morgenlob bildete den Beginn der Arbeitseinheit am Samstagvormittag. Anschließend wurden die Teilnehmer/innen mit dem Lied „Ich lieb dich noch“ von Herman v. Veen auf die Wahrnehmung der Einzigartigkeit des Partners / der Partnerin eingestimmt. In einer Phantasiereise sollten sich die Tln. die wertvollen Eigenschaften des jeweils Anderen bewusst machen und anschließend zunächst in Einzelarbeit überlegen, was sie an ihr / ihm wertschätzend erkennen und dies auch formulieren. Im Paargespräch wurden dann die Ergebnisse ausgetauscht. Nach einer Pause durften die Paare zu einem für sie aussagekräftigen Spruch zu Partnerschaft und Liebe einen Dachziegel gestalten, die sie mit nach Hause nehmen durften. Den Abschluss bildete
eine Gruppenarbeit (wobei die Paare jeweils aufgeteilt wurden), in der sie besprechen sollten, wie sich Liebe, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung usw. in alltäglichen Herausforderungen ausdrücken kann.


Nach dem die Paare die Zeit am Nachmittag ganz für sich alleine nutzen konnten, wurden in der Stunde vor dem Abendessen die Ergebnisse vom Vormittag im Plenum ausgetauscht und besprochen. Ein Arbeitsblatt zum Thema „Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen“ wurde als Angebot zum Nachdenken und Besprechen daheim ausgeteilt und mitgegeben. Die Ergebnisse dieses Gesprächs sollen auf einer „Herz-Collage“ festgehalten und zuhause aufgehängt werden.

 

Gestärkt mit den Abendeessen beschäftigten sich die Paare mit dem Thema Kommunikation. Anhand von Vexierbildern sollten die Paare erkennen, dass eine Botschaft manchmal mehrere Ebenen hat, die nicht gleich verstanden werden und so zu Konflikten führen können. Der Dialog „Das Frühstücksei“ (Loriot) bildete die Grundlage für einen Austausch im Plenum darüber, was manchmal in der Kommunikation schief gehen kann und zum Streit führt. Mit Hilfe der „4-Ohren-Regel“ (Fr. Schulz v. Thun) wurde bewusst gemacht, wie Botschaften manchmal ausgedrückt und falsch verstanden werden.

 

Mit einem Arbeitsblatt und Impuls-Aufgaben konnten die Paare miteinander ihrer Gesprächs- und dadurch verursachten Konfliktsituationen bewusst werden und sich darüber zu zweit austauschen. In einer Plenumsrunde wurden Streitregeln und mögliche Hilfen zur gemeinsamen Lösung von Problemen angeboten und als Blatt für daheim mitgegeben. Ebenso könnten zu Hause Symbole und Gesten zu einem „Versöhnungs-ABC“ ausgesucht und vereinbart werden,
damit nach einem Konflikt ein Neuanfang des Gesprächs besser möglich ist. Diese Einheit wurde mit einer Bildmeditation zur Geschichte „Das weiße Band am Apfelbaum“ abgerundet. Und wie immer fand der Abend seinen Ausklang im Osserstüberl.


Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Hauskapelle von Lambach. Dannach traff sich die Gruppe wieder im Bildungsraum, um das Wochenende mit einer besonderen Aufgabe abzuschließen. Die Paare sollten sich gegenseitig einen Liebesbrief schreiben - inspiriert von den Gesprächen und Impulsen der Einheiten - der ihnen nach ein paar Wochen zugestellt wird.

 

Selbstverständlich konnten die Paare bei der Abschlussreflexion noch ein Feedback zu dieser Veranstaltung geben. „Wir haben eine intensive Zeit erlebt und über die Dinge gesprochen, die wir schon lange nicht mehr im Blick hatten!“ Uns hat es sehr gut getan, mal etwas Zeit in unserer Beziehung zu investieren.“ so das Resümee einiger Paare.

 

Zum Schluss wurde den Paaren noch eine Rose als Erinnerung an die Zeit hier in Lambach mitgegeben, verbunden mit dem Wunsch, immer gut im Gespräch zu bleiben.

Seminar im Hochseilgarten für Paare, die heiraten wollen

Programmheft 2018

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