Zurück in die Vergangenheit

23 Mütter und 44 Kinder unternahmen beim Mutter-Kind-Wochenende vom 23. bis 25. März 2018 eine Zeitreise im Kolping-Ferienhaus Lambach.

 

Zeit mit den Kindern verbringen zu dürfen und dabei nicht ständig an den Haushalt, den Beruf, die Schularbeiten und sonst irgendwelche lästige Pflichten denken zu müssen, das wäre schön! Und genau das durften die Familien beim Mutter-Kind-Wochenende erleben.

 

„Mama, wie war das denn früher, als Du noch ein Kind warst?“, mit diesem Satz starteten wir in unser Wochenende. Um das alles etwas anschaulicher zu machen, durfte jede Mama und jedes Kind ein „Ding aus der Vergangenheit“ mitbringen. Hierbei kamen so einige Raritäten zum Vorschein. Rollschuhe zum Anschnüren oder Telefone mit Wählscheibe sind hier nur zwei Beispiele der Mütter. Auch die Kinder hatten ihre Schmusetiere oder Spielsachen aus „frühester“ Kindheit nach Lambach mitgebracht. Um Vergangenheit und Gegenwart darzustellen, gab es z.B. Dias und Diaprojektor gegenüber einem Beamer, ein Wecker mit Läutwerk im Vergleich zu einem Digitalwecker, einen alten Fotoapparat mit Filmrolle gegenüber einer Digitalkamera zu bestaunen. Wie viele Geräte inzwischen ein Smartphone ersetzt, lies vor allem die Mütter staunen. Zum Highlight des Wochenendes entwickelte sich sehr schnell die mechanische Schreibmaschine. Diese wurde ausgiebig getestet, auch wenn die „Löschtaste fehlte“… In einem Fragebogen, bei welchem so wichtige Dinge wie das Lieblingsessen abgefragt wurden, beantworteten alle Mütter die Fragen zu Zeiten ihrer Kindheit. Dies war natürlich für die Kinder interessant. Denn wann erfährt man schon mal, was die Mama als Kind so gemacht hat.

Der Samstagvormittag war wieder geteilt in eine Einheit für Kids und Teens und die Mütter. Die Jugend bastelte Spiele. Je nach Laune konnte das Spiel „4 gewinnt“  oder ein anderes Brettspiel  hergestellt werden. Neben dem Favoriten „Mensch ärgere Dich nicht“, kamen hier auch Schachbretter, Mühle, Dame oder Leiterspiele zustande.

Margot hatte für die Mütter eine Philosophische Zeitreise vorbereitet.
Die Reise begann bei Sokrates, welcher gleich mal über die „Jugend von heute“ und ihren respektlosen Umgang gegenüber den Erwachsenen aufklärte. Somit war schnell klar, es hat sich in den letzten 2400 Jahren nichts verändert.
In der nächsten Stunde kamen viele kluge Leute aus allen Epochen unserer Weltgeschichte zu Wort, welche mit ihren Erkenntnissen uns alle noch was zu sagen haben und mit ihren Gedanken einen Impuls für unser Leben mitgeben.

So richtig zurück in die Vergangenheit ging es bei einem Besuch im Flederwisch in Furth im Wald. In dem wunderschön angelegten Garten gab es die ersten Berührungspunkte mit „lauter altem Graffl“. Bei einer witzigen und informativen Führung durch das kuriose Museum wurde der Jugend und auch der „etwas älteren Jugend“ vieles aus längst vergangener Zeit vorgeführt. Dabei wurde Papier geschöpft und Eisen geschmiedet, alte Maschinen angeworfen und ganz gefährliche Fahrradlampen zum Leuchten gebracht. Zum Abschluss der Führung wurde die riesige Dampfmaschine angeheizt und mit viel Lärm, Qualm und Hitze zum Laufen gebracht. Aus dem Staunen kam man den ganzen Nachmittag nicht mehr heraus. Zurück in Lambach, testeten alle am Abend die vormittags gebastelten Spiele. Bei diesem Spieleabend ging es hoch her, denn natürlich wollten alle gewinnen.

Der Sonntag stand wie immer ganz im Zeichen des Ausklangs. Erst ein schöner Palmsonntagsfamiliengottesdienst mit Präses Schmidt und anschließend die Reflektion des Wochenendes durch die Gruppe. Nach einer Hasengeschichte wurden die ersten Osterpäckchen des Osterhasen bemerkt. Auch heuer hat er uns in Lambach nicht vergessen.

Ein rundum gelungenes Wochenende mit vielen Einblicken in die Vergangenheit für die Kinder, vielen Gelegenheiten über Gewesenes nachzudenken für die Mütter und der Dankbarkeit, dass alles so ist, wie es ist für alle Teilnehmenden. Denn eins ist allen klar, früher war vieles sehr schön, aber nicht unbedingt alles besser…

Programmheft 2018

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