Wir trauen uns - aber bitte mit Kick!

Brautleutetage vom 06. bis 08. April 2018 im Kolping-Ferienhaus Lambach.

Das KEBW verbindet ein Ehevorbereitungsseminar mit einem Besuch in einem Hochseilgarten. Wir haben uns mit den jungen Leuten nach oben gewagt.

 

10 heiratswillige Paare wagten sich bei herrlichsten Frühlingswetter auf über 10 Metern Höhe, um gemeinsam die anstehenden Höhen und Tiefen des Naturhochseilparks zu überwinden. Der Schritt in die Ehe verlangt von dem zukünftigen Brautpaar Vertrauen und Mut. Denn das Ja-Wort, dass sich junge Menschen gegenseitig schenken, bedeutet auch gemeinsam die Hürden und Hindernisse, die Höhen und Tiefen, die das Leben mit sich bringt, zu meistern und sich gegenseitig Vertrauen zu schenken. Dem Partner „blind zu vertrauen“ ist ein ehrbares Ziel, geht aber auch relativ leicht über die Lippen und lässt sich hervorragend im Hochseilgarten ausprobieren - ohne, dass etwas passiert. Der Hochseilpark steckt zudem voller Übertragungsmöglichkeiten, die für eine Paarbeziehung äußerst interessant und weiterführend sein können.

 

Wir trauen uns kirchlich zu heiraten! - Warum eigentlich? Diese Frage stand am Freitagabend im Kolping-Ferienhaus Lambach auf dem Programm. Mit Hilfe der Geschichte von den Emmausjüngern aus dem Lukas-Evangelium kamen die künftigen Eheleute darüber ins Gespräch, welche Rolle Gott in ihrer Beziehung spielt. Denn das Sakrament der Ehe, das sich Braut und Bräutigam gegenseitig spenden, ist Ausdruck der Liebe Gottes zu uns Menschen. Welche Bedeutung dieses Ja-Wort hat, wurde dann mit einer meditativen Übung zum Trauspruch sehr intensiv erlebt. Beim Dämmerschoppen im Osserstüberl dominierte, wie sollte es auch anders sein, nur ein Thema: Wie gestaltet ihr eure Trauung. So wurden bei einem gemütlichen Gläschen einige Tipps und Anregungen ausgetauscht.

Kommunikation und Kooperation waren die großen Stichwörter, die die Brautleute am Samstagvormittag beschäftigten. Dazu bekam jedes Paar die Aufgabe 19 Nägel auf einen einzigen Nagel zu stapeln. Im ersten Moment scheint diese Aufgabe unmöglich. Doch mit viel Geduld, Ausdauer und kreativen Ideen schafften es die Paare dann doch, die Aufgabe zu lösen. Was im Spiel noch Spaß und Freude bereitete, kann in der Beziehung schnell zu einem Konflikt führen. Deswegen ist es wichtig, dass Paare viel miteinander reden, einander aufmerksam zuhören und sich gegenseitig Sorgen und Ängste anvertrauen, aber auch immer wieder lobende und wertschätzende Worte füreinander finden. Bei der sogenannten Ermutigungsdusche durften die Brautpaare hautnah nachspüren, wie wohltuend und aufbauend ermutigende Worte sein können.

Nach dem Mittagessen war‘s dann endlich so weit: Die Herausforderungen des Naturhochseilparks warteten schon auf die jungen Leute. Von unten schaut noch alles ziemlich locker aus, doch dann, als alle auf der über zehn Meter hohen und schwankenden Plattform standen, wurde schnell klar: Jetzt wird‘s ernst! Sofort machten sich die Brautleute daran, als Paar die vielen Hürden und Hindernisse zu überwinden. Man spürte gleich das gegenseitige Vertrauen, dass zwischen den Partnern herrschte. „Du packst das schon!“ „Gleich hast du es geschafft!“ „Ich bin Stolz auf dich!“ waren die Sätze, mit denen sich die Brautpaare gegenseitig Mut machten, um sich dann nach dem Überwinden des Hindernisses mit einem Kuss zu belohnen. „Am Anfang dachte ich mir, oh Gott, warum hast du dir das bloß angetan. Aber jetzt bin ich doch ein kleines bisschen stolz auf mich und vor allem auf uns!“ so brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt, als sie wieder festen Boden unter den Füßen spürte, und dabei ganz fest ihren Schatz umarmt.

Mit vielen Erlebnissen und Eindrücken ging‘s dann wieder zurück ins Kolping-Ferienhaus, um dort die vielen wertvollen Erfahrungen, die jede und jeder für sich gesammelt hat, im Zusammenhang mit einer Ehe zu reflektieren. Inspiriert von den Erlebnissen und Erfahrungen im Klettergarten bekamen die Brautleute die Gelegenheit ihrem Schatz einen „Liebesbrief“ zu schreiben. Das Besondere dabei ist, dass der jeweilige Partner bzw. die jeweilige Partnerin diesen Brief erst ein paar Tage vor der kirchlichen Trauung lesen darf. Denn diese Briefe werden vom Seminarleiter Sebastian Wurmdobler kurz vor der kirchlichen Trauung per Post an die Brautpaare verschickt.

Nach der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes am Sonntagvormittag traf sich die Gruppe wieder im Bildungsraum. Ganz gespannt warteten die Paare auf viele praktische Anregungen zur Gestaltung ihres Trauungsgottesdienstes.

„Das Wochenende war genau so, wie wir es uns vorgestellt haben!“ so resümierte ein Pärchen. „Wir hatten Zeit zum Nachdenken über Gott und unseren Glauben, es gab wertvolle Gespräche und praktische Anregungen und vor allem der besondere Kick im Hochseilgarten, war genau das, was wir gesucht haben!“ Brautleute wie Veranstalter waren absolut begeistert von diesem wirklich tollen Wochenende und den vielen Erfahrungen, die bestimmt sehr wertvoll für die gemeinsame Zukunft sein werden.

Programmheft 2018

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