Diözesanversammlung 2014: Glauben und soziale Zukunft anpacken

Neuwahlen und Berichte standen auf dem Programm.

KF Alteglofsheim mit Adolph-Kolping-Preis gewürdigt.

 

Heinz Süss wurde bei der Diözesanversammlung am 15. März im Kolpinghaus für weitere drei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Bundespräses Josef Holtkotte aus Köln rief in seinem Impulsreferat die Delegierten zum aktiven Anpacken auf, um den Glauben und die soziale Zukunft aktiv zu gestalten.

 

Mit einer Laudes wurde die Diözesanversammlung eröffnet. Domkapitular Thomas Pinzer outete sich in seinem Grußwort als bekennender Kolpingsohn, der in der Kolpingsfamilie Kemnath aufgewachsen ist, wo auch die Entscheidung für seine Berufung zum Priester gereift ist. Er warb für die Teilnahme am 99. Katholikentag in Regensburg, auf dem sich auch die Verbände präsentieren können und sollen. Aufgabe der Verbände ist es auf der Höhe der Zeit zu sein und sich für die Verkündigung der frohen Botschaft einzusetzen.

 

Bundespräses Josef Holtkotte kommt aus dem Erzbistum Paderborn und war bereits früh in seinem Heimatort Kolping-mitglied. Gleich zu Beginn seines Referates zitierte er Johannes XXIII.: „Die Kirche ist wie der Brunnen im Dorf, an dem alle ihren Durst stillen!" Die Situation hat sich aber gewandelt. Die Kirche, so Holtkotte, hat ihre Monopolstellung als Heilsanbieter verloren. Viele suchen sich heute andere Quellen. Für manche ist Kirche sogar nur noch eine Art Kultureinrichtung. Es ist daher wichtig, so der Bundespräses, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern aktiv Glauben und Gesellschaft mitzugestalten: „Wir brauchen mehr Bannerträger als Bedenkenträger, um unsere Welt zum Besseren zu verändern. Lassen wir uns anstecken, von dem Mut und der Beherztheit mit der Adolph Kolping in seiner Zeit wirkte und so soziale Zukunft positiv gestaltete!" Der Bundespräses schloss mit den Worten: „Wir gestalten unseren Glauben in der Mitte unseres Christseins mit Überzeugung und Elan. Wir folgen Kolping mit Hoffnung und Vertrauen. Wir folgen mit ihm Christus, mitten in der Kirche der Suchenden und Fragenden. Lassen wir uns anstecken von diesem Mut, lassen wir uns stärken auf unserem Weg in unserer Zeit und in die Zukunft!"

 

Diözesanvorsitzender Heinz Süss gab dann in Stichworten einen umfangreichen Jahresbericht. Regensburg ist drittstärkster Diözesanverband im Bundesgebiet mit über 19.000 Mitgliedern, davon 4.888 Jugendlichen. Hier steht der Diözesanverband in Deutschland an der Spitze. Der Diözesanvorsitzende dankte allen, die sich für Kolping in der Diözese Regensburg einsetzen und sich engagieren.
Die Kolpingjugend stellte in einer rasanten Präsentation ihre Arbeit vor, die von Jugendleiterschulungen über Zeltlager, Kinderwerkwochen, Hüttenwochenenden bis hin zu religiösen Impulsen reichte. Die Kolpingjugend warb auch für die Veranstaltung „Losgelöst 2014 - Bayern Fairändern", die vom 3. bis 5. Oktober in Altötting stattfinden wird.

Bildungsreferent Sebastian Wurmdobler berichtete von 20 Veranstaltungen mit rund 600 Teilnehmern. Ein Schwerpunkt ist dabei die Familienbildung mit Herz und Verstand. Diözesanpräses Wissel warb in seinem Rechenschaftsbericht für das Kolping-Jugendwohnheim in Regensburg und für die Familienferienstätte in Lambach, die eine Keimzelle für die Bildungs- und Familienarbeit des Kolpingwerkes im Bistum darstellt.

Diözesansekretär Haindl erläuterte die Jahresrechnung und den Stand der Renovierungs-arbeiten in Lambach. Christine Jäger informierte über die Aktivitäten des Kolping-Bildungswerkes in der Berufsvorbereitung und –begleitung sowie in den Bereichen Integrationssprachkurse, Maßnahmen für Arbeitslose und Erziehungshilfen. Die Vorsitzende des Fördervereins Lambach Ingrid Eibl stellte die Aktiviäten des Fördervereins vor und warb für den Beitritt zum Förderverein.

 

Die Neuwahl der Vorstandschaft erbrachte folgende Ergebnisse:
Diözesanvorsitzender Heinz Süss, stv. Vorsitzende Anton Zagler und Josef Sander, weitere Vorstandsmitglieder sind Franz Greipl, Ingrid Dräger, Alfred Hammer, Florian Madl, Ludwig Rechenmacher, Konrad Holzbauer, Martin König und Monika Sander aus Abensberg. Die Kassenprüfer Marianne Dürmeyer und Eduard Bosser wurden bestätigt.
Der wiedergewählte Diözesanvorsitzende bedankte sich für das Vertrauen und beglückwünschte alle Neugewählten. Sein besonderer Dank galt den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Ingrid Eibl, Hans Pronath und Georg Stracker.

 

Franz Greipl informierte über den Stand der Handwerkskammerwahlen, die heuer anstehen. Der Adolph-Kolping-Preis ging in diesem Jahr an die Kolpingsfamilie Alteglofsheim für die Schaffung einer sog. „Baby-Garage". Die KF bietet dabei einmal in der Woche ehrenamtlich eine Kleinkinderbetreuung an, damit die Eltern entlastet sind.

 

„Die Sozialverbände haben die Bausteine der Zukunft in der Hand!" Diesen Ausspruch von Bischof Bode zitierte Diözesanpräses Stefan Wissel in seinem Schlusswort. Er bat die Mitglieder die Augen offen zu halten, um Not zu sehen und Menschen zu helfen. Der Satz Kolpings: „Tue jeder in seinem Kreis das Beste, dann wird es bald besser in der Welt aussehen!", soll uns dazu inspirieren.

 

Den Abschluss der Versammlung bildete ein Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Niedermünsterkirche. Die hervorragende musikalische Begleitung übernahm der Chor der KF Falkenberg unter Leitung von Bezirksvorsitzender Martina Mark.

Programmheft 2018

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg e.V. | Impressum | Datenschutz