"Geht hinaus in die Welt!"

Zisterzienserpater und Rektor des Stifts Heilig-Kreuz Prof. Dr. Karl-Josef Wallner bei seinem Vortrag zum Thema: „Geht hinaus in alle Welt!“

„Raus mit euch und erzählt allen von der Frohen Botschaft!"

Diözesanversammlung des Kolpingwerkes 2013 im Kolpinghaus Regensburg: Begeisterndes Referat von Prof. Wallner zum Thema: „Geht hinaus in alle Welt!"

 

Selten gelingt es einem Redner seine Ansichten über die Kirche und ihre Zukunft in einer so guten Mischung aus inhaltlicher Tiefe und gekonnter Rhetorik zu verbinden, wie es Pater Wallner vom Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz bei Wien bei der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Regensburg am

9. März 2013 gelungen ist. Die über 220 Kolping-Delegierten hörten gespannt zu, durften dazwischen auch mal lachen, um am Ende spontan mit „Standing ovations" zu applaudieren. "Dem Mann hätte ich noch länger zuhören können" waren vielfache Rückmeldungen anschließend.

 

Dies gelang dem Zisterzienser-Pater und Rektor des Stifts Heilig-Kreuz Prof. Dr. Karl-Josef Wallner bei seinem Vortrag zum Thema: „Geht hinaus in alle Welt!" durch seine breite Erfahrung und sein fundiertes Wissen. Das auf den ersten Blick bibeltheologische Thema wusste der Pater aus Wien sehr unterhaltsam und interessant umzusetzen, zwischendurch gewürzt mit Wiener Humor und feiner Selbstironie, ohne dabei den eigenen Anspruch zu vergessen.

 

„Geht hinaus in alle Welt und kündet von der Frohen Botschaft!", das war ein wichtiger Auftrag Jesu an seine Jünger und begründete faktisch den missionarischen Auftrag des Christentums. Und dieser Auftrag gilt bis heute. Wichtig ist aber dies zeitgemäß mit neuer Sprache und neuen Ideen zu tun. Dabei gilt es die neuen Medien sinnvoll zu nutzen und auch die Frohe Botschaft ins Heute zu übersetzen. Gerade Europa braucht Impulse für die Neuevangelisierung, wie sie Papst Benedikt forderte. Weltweit wächst die Katholische Kirche zwar nach wie vor, jedoch beträgt dabei der Anteil der Europäer gerade noch gut 20%, während sie z. B. in Südamerika und Afrika jährliche Zuwachsraten verzeichnet: „Die Hälfte der weltweiten Zisterzienser stammt mittlerweile aus Vietnam!" so Pater Wallner. In Europa sehen viele das Christentum als eine Art kulturgeschichtliche Erscheinung aus einer vergangenen Epoche. (Und die Wahl eines südamerikanischen Papstes hat mittlerweile diesen Trend wohl berücksichtigt.) „Wir brauchen jedoch das Bekenntnis und den Mut unseren Glauben zu vertreten. Wir müssen der kirchenkritischen Welt klar sagen: Wenn der christliche Glaube weiter schwindet, dann sind wir in Gefahr eine reine Ego-Gesellschaft zu werden, dann gilt wirklich bald nur noch der Spruch: „Geiz ist geil!"

 

Pater Wallner ist Professor und Rektor an der der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz bei Wien und in vielfacher Weise engagiert als Seelsorger, Theologe und auch geschätzter Vortragsreisender und Medienfachmann. Bekannt wurde er und sein Kloster vor einigen Jahren durch die Produktion der CD „Chants", die mit ihren gregorianischen Chorälen sogar die internationalen Charts erklomm. Die Hochschule zählt aktuell 235 Studenten, das Kloster ist mit 82 Zisterziensern mittlerweile das größte in Europa.

 

Regularien: "Kolping ist eine Geschichte mit Zukunft!"
Die Jahresberichte des Diözesanverbandes zeigten dann im Jahr des 200. Geburtstages von Adolph Kolping, das breite Spektrum der Kolping-Aktivitäten im Bistum mit seinen über 150 Kolpingsfamilien und über 19.000 Mitgliedern. Von Bildungsabenden über Gemeinschaftsreisen bis hin zu den Familienbildungswochenenden, den Angeboten der Bildungswerke, des Kolpinghauses oder des Kolping-Ferienhauses Lambach.

 

Wichtig bleibt auch, so Diözesanvorsitzender Heinz Süss, dass Kolping immer wieder Heimat und Gemeinschaft vor Ort anbietet: "Hier in der Kolpingsfamilie darf ich so sein wie ich bin, hier bin ich angenommen, hier finde Gleichgesinnte und Gemeinschaft!" Der Vorsitzende dankte dabei allen ehrenamtlich Engagierten für ihre Arbeit in den Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden. Die Aktivitäten zeigen: "Kolping ist eine Geschichte mit Zukunft!"

 

Allein das Kolping-Bildungswerk ist an 14 Standorten im Bistum vertreten, von Deggendorf bis Tirschenreuth, und bietet über 10.000 Theorieschulungsplätze an. Die Arbeit wird mit über 220 sozialversicherungspflichtigen Angestellten bewerkstelligt.

 

Interessante neue Angebote präsentierte das Kolping-Erwachsenenbildungswerk mit Ehevorberreitungsseminaren im Hochseilgarten, Lesenächten für Kinder, Vater-Kind-Zeltlager, Mutter-Kind-Wochen, dem Erziehungskurs „KESS-erziehen" oder dem Seminar „Fit für's Ehrenamt - älter, aber AKTIV" mit einem „Age-explorer", der zeigt, wie sich ältere Menschen fühlen. Seminare für Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit vor Ort.

 

Auch die internationale Arbeit wurde wieder stark unterstützt. Im letzten Jahr kamen über 125.000,- Euro an Spendengeldern zusammen. Unter anderem konnte dadurch ein Pfarrzentrum in Peru aufgebaut werden, der Ausbau eines Kindergartens in Brasilien, der Bau von Regenwasser-Zisternen in Trockengebieten oder Ökoinitiativen bei der ersten Indianer-Kolpingsfamilie in Costa Rica. Für heuer ist der Bau eines Kolpinghauses in Riachinho-Brasilien avisiert. Ehemalige Teilnehmer stellten dabei nochmals die Kolping-Arbeitseinsätze kurz vor. Seit 1992 wurden insgesamt 30 Jugend- und Erwachsenen-Workcamps in 6 verschiedenen Ländern durchgeführt, mit vielfältigen konkreten Ergebnissen, Schwerpunkt dabei war natürlich das Partnerland Brasilien.

 

Im Ferienhaus Lambach ist der Wechsel in der Hausleitung gut gelungen, der neue Hausleiter Klaus Butz hat sich hervorragend eingearbeitet. Nach fast 12 Jahren wurde Hauspräses Norbert Bachus verabschiedet, mit Xavier Albizuri konnte bereits ein Nachfolger gefunden werden.

 

Ausblick: interessante Programmpunkte im Jahr 2013

Für das laufende Jahr sind wieder zahlreiche Programmpunkte geplant, darunter wieder eine Vorstände-Europafahrt nach Innsbruck, eine Schiffstour, „Tage der Treue" für langjährige Mitglieder sowie im Herbst erstmals Gesundheitstage unter dem Motto: " Fit bleiben für Körper, Geist und Seele" in Lambach. Die Adventsfahrt führt heuer nach Berchtesgaden und Salzburg.

 

Das KEBW führt Ende März ein Forum Wirtschaftsethik durch in Schloss Spindlhof und am 13. April ein Tagesseminar „Fit fürs Ehrenamt".

 

Zum 200. Geburtstag des Gesellenvaters ist eine Festveranstaltung am 4. Mai geplant mit Gottesdienst in der Alten Kapelle und anschließendem Festakt im Kolpinghaus. Eingeladen dazu sind Kolping-Interessierte aus der gesamten Diözese.

 

Über die Aktion „Beraten und Begleiten" wurden bisher 6 Begleiter ausgebildet, die ersten Prozesse in einzelnen Kolpingsfamilie sind bereits angelaufen.

 

Der Landesverband verwies auf die Aktion „Wähl-Bar" zu den Landes- und Bundestagswahlen hin. Hierzu können Materialien über die Diözesanbüros ausgeliehen werden. Am 3. Okt. 2014 ist eine Landes-Wallfahrt nach Altötting geplant.

 

Adolph-Kolping-Preis 2013:
Gewinner des diesjährigen Adolph-Kolping-Preises war die KF Landshut St. Nikola für ihre langjährigen Flohmarkt zugunsten sozialer Zwecke. Vorsitzende Gabi Amannsperger freute sich über die Auszeichnung und bedankte sich beim Diözesanvorstand für Urkunde, Pokal und Geldpreis.

 

Kolping-Sozial-Kompetenz: "Die Nöte der Zeit erkennen und handeln!"
Ein besonderes Anliegen war für Diözesanpräses Stefan Wissel am Ende der Versammlung der Hinweis auf das Kolping-Lehrlingswohnheim in Regensburg. Es muss in den nächsten Jahren saniert und umstrukturiert werden, um zukunftsfähig zu bleiben. Es bietet nach wie vor für ca. 140 Jugendliche eine „Heimat auf Zeit", vor allem für junge Auszubildende aus der Region, teilweise aus ganz Deutschland,ist es wichtig, für diejenigen, die in Regensburg eine Ausbildung absolvieren. Geplant ist für die Zukunft auch ein Projekt „Betreutes Wohnen".

 

Der Präses stellte auch seine Initiative „SoKo" (Kolping-Sozialkompetenz) nochmals vor und bittet darum, die „Nöte der heutigen Zeit" zu sehen und zu helfen, wo es geht. Das heißt soziale Not im eigenen Umfeld erkennen und unterstützen wo es möglich ist durch Datenerhebung über die Pfarreien oder Gemeinden: „Wir wollen den Blick schärfen für jene, die am Rande stehen. Das gehört bis heute zu den Aufgaben kirchlicher Sozialverbände!"

Programmheft 2018

Seminar im Hochseilgarten

für Paare, die heiraten wollen

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kolping-Erwachsenenbildungswerk Regensburg e.V.
Impressum