ganz jung. ganz alt. ganz kolping.

Die Teilnehmer lernen das Spiel "ganz jung. ganz alt. ganz ohr." kennen.

Das Miteinander der Generationen

 

Unter diesem Motto stand das Fit-für‘s-Ehrenamt-Wochenende das vom KEBW und vom AK älter, aber AKTIV vom 25. bis 27. Januar 2013 im Kolping-Ferienhaus Lambach angeboten wurde.

24 Personen, die in den einzelnen Kolpingsfamilien im Bereich der Seniorenarbeit tätig sind, hatten sich in das verschneite Lambach aufgemacht, um mit den Referenten über die Themen „Das Miteinander der Generationen“ und der „demographischen Wandel in der Gesellschaft und im Kolpingwerk“ zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.
Doch was mussten die Teilnehmer am Freitagabend bei der Einführung ins Thema erfahren? Der für Samstag eingeplante Referent Herr Thomas Distler, Projektleiter für das Landesforum katholische Seniorenarbeit Bayern war am Freitag erkrankt und nicht in der Lage nach Lambach zu kommen. Ein Ersatzreferent war auf die Schnelle nicht zu beschaffen.
Das hatte zur Folge, dass unser neuer Diözesanpräses Stefan Wissel die Möglichkeit bekam, den Teilnehmern seine Konzeption Sozial-Kolping „SoKo“ vorzustellen.
Während der Abend für die Teilnehmer im Osserstüberl in geselliger Runde ausklang, musste das Ehepaar Sander, das wie in den letzten Jahren die Leitung des Seminars übernommen hatte, noch eine Weile nachsitzen. War es doch notwendig, die Materialien, die Herr Distler dankenswerterweise einem Teilnehmer mitgegeben hatte, auszuprobieren.
Am Samstagvormittag standen zunächst Fakten und Zahlen auf dem Programm. Die Statistik belegt, dass von den derzeit 19.046 Mitgliedern des Diözesanverbandes 8885 Mitglieder 50 Jahre und älter sind. Dabei ist der DV Regensburg mit einem Altersdurchschnitt von 45,88 Jahren nach Passau der „zweitjüngste“ im Bundesverband.
Noch interessanter wurde es, als die Zahlen der Kolpingsfamilien vorgestellt wurden, aus denen die Teilnehmer kamen. Vielfach war es das erste Mal, dass sie sich mit diesem Zahlenmaterial beschäftigten.
Nach diesem zugegebenen trockenen Thema stand GERT auf dem Programm. GERT ist ein Alters-Simulationsanzug, der einen innerhalb weniger Minuten in die Situation eines 80jährigen Menschen versetzt. Gewichte an den Hand- und Fußgelenken, auf den Schultern, Halskrause, Skibrille und Handschuhe bewirken, dass die Bewegungsfähigkeit, die Sicht und die Feinmotorik stark eingeschränkt werden. Für die Freiwilligen, die GERT angezogen haben, eine völlig neue Erfahrung. Die einhellige Meinung war: „jetzt verstehen wir auch, warum das Essen für alte Menschen so anstrengend ist und warum die alte Frau das Geld an der Supermarktkasse nicht mehr selbst aus dem Geldbeutel holt“.
Nach der Freizeit traf man sich am Abend, um in zwei Gruppen aufgeteilt, miteinander das Spiel des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen mit Namen „ganz jung, ganz alt, ganz ohr“ zu spielen. Das Würfelspiel in XXL-Format, bei dem man erst weiter vorrücken darf, wenn Fragen aus verschiedensten Wissensgebieten (Dialekt, Musik, Geschichte, Märchen) richtig beantwortet wurden, ist dafür gedacht, dass verschiedene Altersgruppen bunt gemischt spielerisch ins Gespräch kommen, Vorurteile überwinden und gemeinsam Spaß haben. Durch die unterschiedlichen Fragen ist es möglich, dass sowohl die Älteren wie die Kinder und Jugendlichen dazu beitragen können, dass ihre Mannschaft als erste das Ziel erreicht.
Die Teilnehmer waren davon überzeugt, dass die Spielidee sowohl in der eigenen Kolpingsfamilie als auch in einem Altenheim gut ankommen könnte. Die Reflektion am Sonntagvormittag hatte zum Ergebnis, dass die Seminarreihe weitergeführt werden soll. Dazu wurden von den Teilnehmern interessante Vorschläge eingebracht.
Das Seminar endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst, bei dem der langjährige Hausgeistliche Bachus verabschiedet wurde.

Programmheft 2018

Seminar im Hochseilgarten

für Paare, die heiraten wollen

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