Weihnachtsdetektive - Gottes Spuren im Alltag

19 Familien machten sich auf den Weg in den Lamer Winkel, um wenigstens ein Wochenende lang besinnliche Momente in der Adventszeit zu erleben!

 

„Den Alltag hinter sich lassen!“ „Nicht von Termin zu Termin hetzen!“ „Dem Weihnachtstrubel entfliehen!“ „Sich bewusst machen, worum es eigentlich an Weihnachten geht!“ „Einfach entspannen, nachdenken und ins Gespräch kommen!“ All das wünschten sich die Teilnehmer/innen des Adventswochenendes vom 15. bis 17. Dezember 2017 im Ferienhaus Lambach.

 

Ein Weg, der zu einer Krippe führt, empfing die Familien am Freitagabend im Adolph-Kolping-Raum. „Ein Stück Weg müssen wir noch zurücklegen, um am Ziel - in Bethlehem - anzukommen. Doch damit wir uns nicht verlaufen, ist es wichtig auf die adventlichen Wegweiser zu achten.“ Mit diesen Worten stimmte der Referent Sebastian Wurmdobler die Kinder und Eltern auf das Thema des Adventswochenendes ein. Jede Familie bekam ein kleines Adventsrätsel und sie mussten herausfinden, um welches Symbol es sich handelt. Dann mussten die Familien sich wie Weihnachtsdetektive auf dem Weg machen, um ihr Symbol zu suchen. Damit die Wegweiser, die uns zum Weihnachtsfest führen, nicht übersehen werden, gab uns der Prophet Elia noch wichtige Hinweise mit auf dem Weg. Gott lässt sich besonders im Kleinen und Unscheinbaren, im Zarten und Leisen finden. Er mahnt uns, unsere Sinne zu öffnen, um genau hinzuhören, hinzufühlen und hinzusehen. Wenn uns das gelingt, sind wir wie Weihnachtsdetektive, die Gottes Spuren im Alltag entdecken können. Mit diesem wichtigen Hinweis klang der erste Tag des Adventswochenendes aus.

Doch wie kann es uns gelingen im Alltag Gottes Spuren zu entdecken. Damit beschäftigten sich die Erwachsenen am Samstagvormittag, während die Kinder und Jugendlichen in der Turnhalle spielen oder sich beim Basteln kreativ austoben durften. Sogenannte Kippbilder, in denen immer zwei Bilder gleichzeitig zu sehen sind, dienten als Einstieg ins Bibelgespräch. Im Lukasevangelium wird von zwei Frauen berichtet, bei denen Jesus zu Gast ist. Bei diesem Bibelgespräch wurde deutlich, dass Gott auch in unser Leben tritt und immer wieder die Begegnung mit uns sucht. Doch oftmals sind wir zu beschäftigt, in Gedanken woanders um ihn zu erkennen. Unser Kreisen um uns selbst, unsere Ängste und Sorgen, unser Perfektionismus, der Leistungsdruck all das hindert uns daran, das Kleine und Unscheinbare, das Sanfte, Leise und Zärtliche in unserem Leben zu erkennen. Doch darin können wir Spuren Gottes in unserem Alltag entdecken. Das Spiel mit einem Fühl-Memory und ein selbstverfasstes Psalmgebet rundeten den Vormittag ab.

Nach dem Mittagessen war Familienzeit angesagt. Einige nutzen die Zeit für eine Siesta, unternahmen einen erholsamen Spaziergang oder tobten sich im Schnee beim Schlitten fahren aus. Man konnte wieder einmal erleben, wie gut es den Familien tat, dass sie endlich mal Zeit füreinander hatten, um gemeinsam tolle und erlebnisreiche Stunden zu verbringen.

Bei Kaffee und Kuchen konnten sich alle wieder stärken, um dann vor dem Abendessen noch etwas kreativ zu werden. Passend zum Thema bastelten die Kinder zusammen mit ihren Eltern unterschiedlichste Weihnachtsdekoration, also Hinweiszeichen auf das Weihnachtsfest. Auch mit Naturmaterial, das der Wald freiwillig hergab, schnitzten, sägten und feilten die Teilnehmer/innen weihnachtliche Mobile.

Das adventliche Treiben der Familien wurde nur kurz vom Abendessen unterbrochen, ehe dann eine besinnliche und auch heitere Nachtwanderung auf dem Programm stand. Lieder, Kerzenschein und Geschichten ließen den Familien einen nachdenklichen, humorvollen und adventlichen Moment erleben. Abgerundet wurde der Abend mit süßem Weihnachtsgebäck, duftendem Kinderpunsch und Glühwein am Lagerfeuer.

Der Familiengottesdienst am dritten Adventssonntag mit dem Thema „Freut euch!“ rundete das besinnliche und erlebnisreiche Adventswochenende ab. Nach der Reflexionsrunde und dem Mittagessen hieß es schon wieder Abschied nehmen. „Das Wochenende hat sehr gut getan!“ „Endlich mal etwas zur Ruhe gekommen!“ „Wir konnten als Familie mal wieder etwas unternehmen!“ „Kein Stress und keine Hektik!“ „Ich hoffe, dass ich diese Stimmung, die jetzt in mir ist, mit in den Alltag hineinnehmen kann!“ resümierten einige Teilnehmer/innen.

Nachdenken, Ruhe, Entspannung, Gespräche, Geschichten und gemeinsame Zeit mit der Familie verbringen, genau dazu lädt das KEBW auch nächstes Jahr wieder ein.

Programmheft 2018

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